Spanien führt 18 Prozent Mehrwertsteuer ein
Momentan gibt es in Spanien 16 Prozent Mehrwertsteuer. Für den Juli 2010 ist jedoch vorgesehen, dass diese Steuer um zwei Prozent steigt. Somit soll das Haushaltsdefizit ausgebessert werden, wobei hier nicht das Sozialsystem leiden soll, hat die sozialistische Minderheitsregierung in Spanien bekanntgegeben.
Neben der Mehrwertsteuer soll zukünftig auch die Kapitalertragssteuer gesteigert werden. Damit soll die Regierung im nächsten Jahr eine Erhöhung von elf Milliarden Euro bekommen und dem Defizit im Haushalt entgegenwirken. Die Regierung sieht die Mehrwertsteuer als besonders fair an, denn wer sich viel leisten kann, der sollte auch hier die meisten Beiträge leisten. Für alle Gewinne, die mehr als 6000 Euro betragen, muss man in Zukunft 21 Prozent Steuern zahlen. Bislang lag diese hier bei 18 Prozent. Zusätzlich sollen auch die Ausgaben des Landes gekürzt werden. Würde die Situation so weitergehen, dann hätte Spanien in absehbarer Zeit ein Haushaltsdefizit von etwa zehn Prozent. Auch die Wirtschaftsleistungen werden im kommenden Jahr zurückgehen, sodass die Erhöhung der Mehrwertsteuer die einzige Rettung bisher war. Zudem hat Spanien auch mit einer besonders hohen Arbeitslosenquote zu kämpfen und musste auch hier schon massive Steuereinbußen hinnehmen.