Barcelona Städtetrip 2010

Eine Woche Kurzurlaub in Barcelona

Große Demonstration gegen das Abtreibungsgesetz

In Spanien gab es am Montag wieder heftige Diskussionen und eine große Demonstration. Zehntausende Menschen gingen auf die Straße, um gegen die geplante Lockerung des Abtreibungsgesetzes zu demonstrieren.

In Madrid war die größte Demonstration zu finden, doch auch in den anderen Städten, wie Barcelona, gingen die Einwohner verzweifelt auf die Straße. Insgesamt konnten knapp 100.000 Menschen gezählt werden. Der Leitspruch zur Demonstration lautete “Es gibt kein Recht zu töten, nur ein Recht auf Leben”. Die Organisatoren sprechen davon, dass noch weitaus mehr Menschen an diesem Thema interessiert sind und hinter dieser Meinung stehen. Die Regierung von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero will im Frühjahr einen neuen Gesetzesentwurf vorstellen, die die bisher scharfen und strengen Abtreibungsregeln etwas lockern soll.

Vor allem die Sozialisten sind mit dem neuen Gesetzesprojekt nicht einverstanden und mobilisierten die vielen Menschenmassen. Die katholischen Initiativen wie “Ärzte für das Leben” und “Provida Madrid” werden ebenso von ihnen unterstützt und die katholische Kirche in Spanien steht hinter den Demonstrationen. Die Kampagne ist sehr umstritten, denn der Regierung wird vorgeworfen seltene Tiere wie den Iberischen Luchs besser zu schützen als das ungeborene Leben. Seit 1985 gilt das Gesetz zur Abtreibung in Spanien. Hier sind Schwangerschaftsabbrüche nur nach Vergewaltigungen, bei einer Behinderung des Kindes sowie bei einer Gefahr für die körperliche oder geistige Gesundheit der Mutter erlaubt. In den meisten europäischen Ländern wird dies nicht so streng vollzogen. Zapatero will eine Anpassung. Die Konservativen lehnen das neue Gesetz ebenso ab, startete jedoch keine Demonstration.

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